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CCC-Hamburg in Aktion
am Internationalen Frauentag | 8. März 2010
Am Internationalen Frauentag treten Frauen auf der ganzen Welt in die Öffentlichkeit, um für ihre Rechte zu kämpfen. Für uns bot sich mit der Kampagne für "Saubere" Kleidung dann natürlich ganz besonders die Chance für eine öffentliche Aktion. Wir wollten auf die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen bei der Produktion von Textilien (z.B. in China oder Bangladesh) aufmerksam machen.

Nachdem wir bei Aldi schon sehr erfolgreich waren, liefen wir zu einem nicht weit entfernten Lidl. Hier trafen wir fast keine Passantinnen und Passanten und die Aktion geriet unfreiwillig ins Stocken. Als die Kälte auch noch schlimmer wurde beschlossen wir, uns im Laden umzusehen. Wir wollten herausfinden, wo die Kleidungsstücke von Lidl her kommen. Erfahren haben wir es nicht, denn es stand auf keiner der Waren drauf!

Angespornt von dem Fund des Fairtradesiegels bei Lidl betraten wir zu guter Letzt noch den Aldi, vor dem die Aktion begonnen hat. Von Fairtrade keine Spur! Und auch hier konnten wir bei keiner der Textilien feststellen, woher sie stammt... Abschließend betrachtet war es trotzdem ein sehr erfolgreicher Tag für die Kampagne und das Frieren hat sich eindeutig gelohnt.

Am 1. Oktober 2009 haben Eva und ich an unserer ersten Aktion mit der Kampagne für "Saubere" Kleidung teilgenommen. Mit etwa zehn gleichgesinnten Frauen trafen wir uns in dem Weltladen Bramfelder Laterne und planten eine Straßenaktion, bei der wir auf die menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen in Textilfabriken (z.B. in Bangladesh) aufmerksam machen wollten. In den meisten Fabriken ist es üblich, dass die NäherInnen bis tief in die Nacht arbeiten müssen und diese Überstunden nicht bezahlt bekommen. Auf ihren Lohn, der unglaublich niedrig ist, müssen die Arbeiterinnen in der Regel sogar mehrere Wochen warten.
Der Rahmen der Aktion stand bereits fest. Es sollte zu einer nicht weit entfernten Aldi-Filiale gehen. Auffällige Warnwesten und Plastiküberwürfe mit dem Aldi-Logo waren bereits vorhanden. Auch kleine Plakate waren vorgedruckt und provozierten mit Sprüchen wie "Aldi-Brüder werden reich, MitarbeiterInnen bleich" oder "Hier kauft man günstig ein, nach Arbeitsrechten fragt kein Schwein".

Viele Kundinnen und Kunden blieben stehen und führten interessante Gespräche mit uns. Wir erklärten, was unsere Aktion bewirken soll und verteilten Infomaterial. Die Resonanz war größtenteils positiv und das Interesse der Kundinnen und Kunden groß. Nach einer knappen Stunde wurde unsere friedliche Protestaktion aufgelöst und wir kehrten zur Auswertung in die Bramfelder Laterne zurück. Die Aktion bewerteten wir als erfolgreich und waren gespannt auf die nächsten Vorhaben...
Mariela Quintanilla berichtete über die Ergebnisse ihrer aktuellen Recherchen zur Herstellung von Outdoor-Kleidung in El Salvador. Quintanilla ist Vertreterin des „Comité Nacional Laboral“, einer salvadorianischen Nichtregierungsorganisation, die sich seit Jahren kritisch mit dem Thema Outdoor-Bekleidung beschäftigt.
Kaum eine andere Branche konnte in den vergangenen Jahren derart starke Zuwachsraten erzielen wie die Hersteller von Outdoor-Bekleidung. Marken wie „Jack Wolfskin“ oder „The North Face“ haben sich von reinen Ausstattern für Natur- und Abenteuer-Freunde zu Herstellern angesagter Alltagskleidung entwickelt. Die oft zahlungskräftigen Kunden verbinden wohl vor allem Freiheit und Natur mit den Marken – genau wie es die Werbestrategen suggerieren.
Doch in den großen Fertigungsfabriken in Ländern des Südens unterscheiden sich die Arbeitsbedingungen kaum oder gar nicht von jenen, die bei den Produzenten von anderen Weltmarken vorherrschen, die in den Ländern des Südens produzieren lassen. Auf Initiative der Christlichen Initiative Romero e. V. (CIR) und im Rahmen der europaweiten Kampagne für „Saubere“ Kleidung berichtete Mariela Quintanilla über die bedenklichen Bedingungen der Herstellung von Outdoor-Bekleidung in El Salvador.
Denn Arbeits- und Menschenrechtsverletzungen sind heute weit verbreitet in der Textilbranche. Dies nicht nur im Billig- und Massenwarensektor, sondern quer durch die Branche in allen Preissegmenten. Immer wieder kommt es etwa zu massiven Einschüchterungstaktiken gegen Gewerkschaftsmitglieder oder zu exzessiven Überstunden.
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| Kirsten Brodde |
Saubere Sachen
Eine Veranstaltung mit Kirsten Brodde
| 14. Juli 2009 in der Verbraucherzentrale
Am 14. Juli erzählte sie in der Verbraucherzentrale von ihren persönlichen Erfahrungen in der Öko-Fair Szene und machte deutlich, dass der Markt für diese Kleidung in den letzten Jahren stark gewachsen ist. Allerdings wurde auch klar, dass ein Produkt, das unter ökologischen und menschenwürdigen Bedingungen hergestellt wird, nur schwer als solches erkennbar ist. Die Kundinnen und Kunden müssen sich durch einen wahren Label-Dschungel kämpfen, in dem es von irreführenden Formulierungen und laschen Kontrollen nur so wimmelt.
Kirsten Brodde erklärte die Vor- und Nachteile einiger Labels und Siegel und sprach sich für ein einziges Siegel aus, das den Kunden die Suche nach grüner und fairer Kleidung erleichtert und somit auch die Nachfrage steigert. Moralisch einwandfreie Kleidung zu finden, sollte nicht stressig und anstrengend sein, sondern Spaß machen, findet sie. Langfristig müsse Öko-Fair Kleidung allerdings Standard werden und deswegen ein Siegel überflüssig machen.
Das Thema Kleidungs-Siegelung wird in der Szene derzeit kontrovers diskutiert. Ein Grund: der Produktionsablauf in der Textilbranche ist äußerst kompliziert und vielschichtig. Deswegen ist schwer zu kontrollieren ob tatsächlich auf allen Stufen öko-fair produziert wird. Das Vorurteil, wonach Öko-Fair Kleidung unbezahlbar ist, konnte Frau Brodde entkräften. Heutzutage kosten diese Produkte soviel wie normale Markenkleidung auch.
Am Ende der Veranstaltung beantwortete die Journalistin noch einige Fragen und bekam von dem Veranstalter "Hamburg mal Fair" ein T-Shirt aus der Kollektion geschenkt, über das sie sich sehr freute, auch wenn sie zugab, sich vor Öko-Fairen Shirts kaum retten zu können, während Hosen und Männerkleidung noch schwer zu finden sind. Es gibt also noch viel zu tun in Sachen "Saubere Sachen"!
Ihre Erkenntnisse zum Thema Öko-Fair-Textilien hat Kirsten Brodde auch in einem Buch festgehalten:
"Saubere Sachen – Wie man grüne Mode findet und sich vor Öko-Etikettenschwindel schützt"
www.gruenemode.de
7. März | anlässlich des Internationalen Frauentags
„Mama, was macht die denn da?“
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| Alle Fotos: Dagmar Reemtsma |
- Kann denn Mode Sünde sein?
- Für menschenwürdige Arbeitsbedingungen!
- CCC – Regionalgruppe Hamburg
- Vereinigungsfreiheit!
- Existenzsichernde Löhne!

Es wurde auf die unmenschlichen Arbeitsbedingungen der Frauen aufmerksam gemacht, die unsere Kleidung nähen. Eigens dafür waren mit einer Theater-Trainerin drei verschiedene Szenen entwickelt und eingeübt worden. Als besonderer Blickfang dienten eine Angel, dazu passende Angler-Hosen und ein Wäscheständer.

Lisa Schrade, FÖJ 2008/2009 im NMZ
Synode beschließt Klimaschutzempfehlung
KLIMAGERECHTE KIRCHE IN NORDDEUTSCHLAND Artikel lesen...
Weiterführende Links
Infostelle Klimagerechtigkeit
Kirchlicher Entwicklungsdienst der NEK
Weltläden Hamburg / Schleswig-Holstein
erlassjahr.de
Bündnis Entwicklungspolitischer Initiativen
Eine Welt Netzwerk Hamburg e.V.
Gewalt überwinden
Hamburg mal fair
Kampagne für Saubere Kleidung
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Bildungsarbeit / Indien
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Direkter Kontakt
Dr. Mirjam Freytag
Kirchlicher Entwicklungsdienst im NMZ
Tel.: 040 88181-242
info@
Pastor Martin Haasler
Kirchlicher Entwicklungsdienst im NMZ
Tel.: 040 88181-243
m.haasler@






