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Das Faire Frühstück

Die 13jährige Katharina* schnuppert prüfend an der braunen Nuss-Nougat Creme. „Schmeckt besser als Nutella“, behauptet ihr Tischnachbar Markus*, der sich gerade eine Reiswaffel mit Mango-Marmelade schmecken lässt. Die beiden gehen in die siebte Klasse der Integrierten Gesamtschule Lütjenmoor und wollen in ihrer alljährlichen Projektwoche diesmal etwas über den Fairen Handel lernen. Dafür bietet der Weltladen in Norderstedt unter anderem ein Faires Frühstück an.
Wir treffen uns um acht Uhr morgens vor dem Weltladen. Die Klasse, mit der wir verabredet sind, ist schon da. Kaum ist der Laden aufgeschlossen, wuseln etwa 25 Jugendliche in dem Verkaufsraum herum und gehen auf Entdeckungsreise. Der Lehrer ruft: „Nur gucken, nicht anfassen“ Doch da müssen wir Ihn gleich korrigieren. „Ihr dürft gerne alles anfassen und ausprobieren.“ Ausprobieren bedeutet in diesem Fall, dass es ganz schön laut wird, denn neben der leckeren FairTrade- Schokolade und vielen anderen Nahrungsmitteln, gibt es hier noch einiges anderes zu sehen. Zum Beispiel ein großes Angebot an Rhythmus-Instrumenten, die jetzt begeistert und lautstark bearbeitet werden. Auch die Leder-Portemonnaies, Spielsachen, Kunstgegenstände und der Schmuck werden inspiziert. Nach einem Kennenlernspiel und einer spielerischen Einführung in das Thema „Fairer Handel“, geht es rüber in unseren Arbeitsraum.
Wo wachsen Mangos? Schmeckt Kakao pur? Wovon leben Bananenbauern? Und wie viele Reissorten gibt es eigentlich? Solchen und vielen anderen Fragen stellen sich die Schülerinnen und Schüler in Arbeitsgruppen. Eine Gruppe gestaltet ein Plakat, eine andere denkt sich ein Theaterstück aus und probt es, die Anbauländer von den verschiedenen FairTrade-Produkten werden auf einer großen Weltkarte markiert. Und natürlich müssen die Zutaten für das Frühstück ausgesucht werden.
Derweil streift ein „Reporterteam“ aus SchülerInnen durch die Räume, schießt Fotos, führt Interviews und dreht kurze Filme. Eine sehr spannende Aufgabe! Allerdings will danach auch noch ein schriftlicher Bericht verfasst werden. Diese Gruppe ist also nur was für sehr Fleißige.
Was ist Fairer Handel?

Endlich Frühstück
Eine Gruppe kocht gerade Tee und Kaffee. Derweil wird schon der Tisch gedeckt. Die eingekauften Lebensmittel werden verteilt, Servietten und Blumen runden das Bild ab. Bevor es mit dem Schlemmen beginnen kann, erzählt jede Gruppe, was sie besorgt hat. Da gibt es jede Menge Reiswaffeln, Marmelade, Orangensaft, Nuss-Nougat-Creme, Tee, getrocknete Früchte und Kaffee. Der war eigentlich für die Lehrerin gedacht, die Schülerinnen und Schüler lassen es sich aber nicht nehmen, das seltsame Erwachsenengetränk auch mal zu probieren. Die Reaktionen schwanken zwischen „Igitt, Igitt“ und „Ja, schmeckt interessant…mit viel Zucker “. Am Ende ist der Kaffee leer und die Lehrerin lässt sich wohl oder übel den leckeren Fruchtsaft schmecken.
8.000 Reissorten – wer hätte das gedacht

Die Kakao-Gruppe hat ein Ass im Ärmel. Die Jugendlichen wissen, wie sie ihre MitschülerInnen für sich einnehmen können und verteilen Schokolade mit unterschiedlich hohem Kakao-Anteil zur Verkostung. Sie erzählen, wie der Kakao aus den Schoten getrocknet, verpackt und verschifft wird, damit er dann in Europa zu Schokolade verarbeitet werden kann.
Die Bananen-Gruppe erklärt, unter welch schlechten Bedingungen Bananen-Bäuerinnen und Bauern in der Regel leben müssen und welche Alternativen der Faire Handel bietet.
Jede Gruppe bekommt kräftigen Applaus! Verdient, finden auch die Lehrer.
Das faire Frühstück fand im Rahmen eines von BINGO! Die Umweltlotterie geförderten Projektes statt.
*Name von der Redaktion geändert.
Synode beschließt Klimaschutzempfehlung
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Tel.: 040 88181-242
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Pastor Martin Haasler
Kirchlicher Entwicklungsdienst im NMZ
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