Schatten im Paradies
Vom Reichtum des Landes kommt den meisten Menschen nichts an. Papua-Neuguinea sucht seinen Weg.
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Halbjahresprogramm 2/ 2010
Veranstaltungen und Angebote August - Dezember 2010
Christian Jensen Kolleg: Verwaltungsgebäude durch Brand zerstört - Gäste- und Tagungshäuser unversehrt
Bestürzung in der Nordelbischen Kirche
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| Brand im Verwaltungsgebäude des Chistian Jensen Kollegs, 5./6.12.2009 (Foto: G. Grützmann/NMZ) |
Breklum (frb/dg/epd). Die Nachricht vom Brand im Christian Jensen Kolleg in Breklum in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember hat sowohl in der Region als auch in der ganzen Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche große Bestürzung ausgelöst. Das Feuer ist auf Brandstiftung zurückzuführen. An mindestens vier Stellen seien Brandherde festgestellt worden, teilte die Polizei am Montag mit. Zu weiteren Untersuchungen wurden Experten des Landeskriminalamtes eingeschaltet. Der Tagungsbetrieb des Christian-Jensen-Kollegs kann indes unverändert fortgesetzt werden, alle Bildungsangebote finden statt. Sämtliche Gästezimmer, Tagungsräume und die Gastronomie sind vollkommen unversehrt. Die Räume und Angebote können wie gewohnt gebucht werden.
Der Bischofsbevollmächtigte im Sprengel Schleswig und Holstein, Gothart Magaard, machte sich bereits am Sonntagmittag vor Ort ein Bild von dem Ausmaß der Zerstörungen. Er sagte: „Wir sind schockiert und traurig. Menschen kamen zwar glücklicherweise nicht zu Schaden. Doch mit dem Missionshaus verlieren wir ein unersetzliches Stück kirchlicher und nordfriesischer Tradition.“
Er verwies darauf, dass viele Menschen sowohl in der Region als auch weltweit in den Partnerkirchen der Nordelbischen Kirche eng mit dem Missionshaus verbunden seien. Die Zerstörung des Gebäudes ändere jedoch nichts an dem Auftrag der Einrichtung.
Magaard sagte weiter: „Mein besonderer Dank gilt den Helfern vor Ort, insbesondere den Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen für ihr beherztes Eingreifen, durch das ein Übergreifen der Flammen auf weitere Gebäude verhindert wurde.“ Ebenso dankte er den Mitarbeitenden, die in der Nacht und am nächsten Tag vor Ort halfen.
Der Bischofsbevollmächtigte bat angesichts der Zerstörung um besondere Unterstützung für die Menschen und die Arbeit der Einrichtung und kündigte an: „Das Werk von Christian Jensen und die erfolgreiche Arbeit des Kollegs werden wir mit Gottvertrauen, mit der Kraft und der Gemeinschaft, die der Heilige Geist schenkt, fortsetzen.“
Am kommenden Sonnabend, dem 12. Dezember, lädt Gothart Magaard um 14.00 Uhr zu einem Gottesdienst in die Breklumer Kirche ein.
Er erklärte: „Dort wollen wir gemeinsam das Geschehene bedenken, es vor Gott bringen und uns gemeinsam neu auf den Weg machen.“
Das historische Missionshaus, in dem der Verwaltungstrakt und Büros der Mitarbeitenden untergebracht waren, ist durch den Brand zerstört worden. Das durch den Brand zerstörte ehemalige Bauernhaus wurde im Jahr 1876 vom damaligen Breklumer Hauptpastor Christian Jensen gekauft und von diesem Zeitpunkt an als Missionshaus genutzt.
Mit den Jahren entstanden auf den Gelände eine Druckerei als Zentrum christlicher Publizistik, ein christliches Gymnasium im Norden (Martineum), ein Sanatorium (heute psychiatrische Fachklinik) und eine Missionsgesellschaft für Schleswig Holstein, die „Breklumer Mission“.
Ab 1881 wurden von Breklum aus Missionare nach Indien, später auch in Länder wie China, Tansania, Papua-Neuguinea sowie Mittelamerika entsandt.
Die Missionsarbeit der Breklumer Missionare war von Anfang an mit einem hohen Maß an sozialer Verantwortung verbunden. So waren die Missionare wegweisend an der Errichtung von Schulen, Kranken- und Waisenhäusern in den von ihnen besuchten Ländern beteiligt.
Breklum war zudem ein wichtiger Ort des Widerstands der Bekennenden Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus. So blieb es auch nach dem 2. Weltkrieg ein Zentrum kirchlicher Bildungsarbeit und Ausbildung (Predigerseminar, Katechetisches Seminar).
Das heutige Christian Jensen Kolleg, nun von kirchlichen und kommunalen Trägern gemeinsam verantwortet, wurde 2001 gegründet. Mit ihm ist ein ökumenisches Begegnungs- und Tagungszentrum entstanden, das nicht nur der Nordelbischen Kirche zur Verfügung steht, sondern auch für Gruppen und Veranstaltungen aus dem gesellschaftlichen und kulturellen Raum Schleswig-Holsteins.
Das Nordelbische Missionszentrum ist Mitgesellschafter des Kollegs.
( 7. Dezember 2009 )




